Wein und Gesundheit
In Frankreich ist die Lebenserwartung um drei Jahre höher als in den USA und
es sterben vergleichsweise weit weniger Menschen an Herzinfarkt.
Dieses Faktum konnte man sich anfänglich nicht erklären, da doch die Amerikaner
als weitaus gesundheitsbewusster gelten als die Bewohner des Mutterlandes
guten Essens - Frankreich.
Nun hat man die Ursache des mittlerweile als "Französisches Paradoxon" genannten
Phänomens gefunden: Der Rotweinkonsum der Franzosen ist schuld daran! - Warum?
Hauptursache für einen Herzinfarkt ist die mangelnde Versorgung des Herzmuskels mit
sauerstoffreichem Blut infolge einer Verengung der zum Herz führenden Arterien. Diese
Verengungen werden durch eine Ablagerung ("Verkalkung") von Cholesterin (ein Blutfett)
in der Blutbahn hervorgerufen, wobei sich noch zusätzlich Blutgerinnsel in diesen Engstellen
anlagern können - ein richtiger Pfropfen entsteht.
Rotwein kann dem in mehrfacher Weise erfolgreich entgegenwirken:
Die Gerbstoffe des Weine verhindern die Oxydation des Cholesterins (genauso wie z.B. Vitamin B),
wodurch die Gefahr der Anlagerung an die Innenwand des Blutgefäßes minimiert wird. Darüber
hinaus verhindern die Gerbstoffe zusammen mit dem Alkohol die Bildung von Blutgerinnsel und
können sogar eine gewisse Dehnung der Blutgefäße bewirken.
Rotwein kann Entzündungen im Körper vorbeugen:
Forscher der Universität Glasgow kamen vor kurzem bei einer wissenschaftlichen
Untersuchung zu einem erfreulichen Ergebnis. Das im Rotwein beziehungsweise in
den Schalen roter Weintrauben in größeren Mengen enthaltene Antioxidans Resveratrol
hemmt zwei wichtige entzündungsauslösende Proteine. Dies bestätigt wiederum die
positive Wirkung des Weines, wenn er in maßen genossen wird.